Deutsche schlecht informiert über Risikolebensversicherung

Geschrieben von am 30. November 2012

Risikolebensversicherung? Was ist das eigentlich? Dient das nicht der privaten Altersvorsorge? So könnte der Titel einer aktuellen Umfrage durch das Institut für Management und Wirtschaftsforschung, kurz IMWF, die im Auftrag der Hannoverschen durchgeführt wurde, betitelt werden. In der Studie, in der insgesamt 1.052 Personen befragt wurden, zeigte sich nämlich, dass die Informationen rund um die Risikolebensversicherung oder die Risikoabsicherung im Allgemeinen den meisten Deutschen nicht bekannt sind.

Die Antworten im Überblick

Die Zahlen, die bei der aktuellen Befragung heraus kamen, sind erschreckend. Mit 45 Prozent denkt fast die Hälfte aller Deutschen, dass die Risikolebensversicherung der Altersvorsorge dient. Die Grenzen zwischen Risiko- und Kapitallebensversicherung sind somit unklar. 43 Prozent sollen der Studie zufolge nicht darüber informiert sein, dass die Risikolebensversicherung im Todesfall der versicherten Person einen bestimmten Geldbetrag an die Hinterbliebenen zahlt. In der Gruppe der 30-39-Jährigen wussten sogar stolze 50 Prozent nicht, wofür die Risikolebensversicherung eigentlich steht.

Noch drastischer wird es, wenn es um die Nachversicherungsgarantie geht. Viele Versicherer bieten diese an, wenn sich Veränderungen in den eigenen Lebensumständen ergeben, etwa eine Hochzeit oder sich Nachwuchs ankündigt. Dann kann der Versicherungsschutz den neuen Umständen angepasst werden. 68 Prozent der Befragten wussten nicht, was unter diesem Begriff im Zusammenhang mit der Risikolebensversicherung zu verstehen ist.

Hannoversche warnt vor Unter-Information der Verbraucher

Die Hannoversche nimmt die Ergebnisse zum Anlass, um die gesamte Branche wachzurütteln. Die deutschen Verbraucher sind schlecht informiert. Sie können aufgrund fehlender Kenntnisse keinen optimalen Versicherungsschutz abschließen und es sei an der Zeit, dass sich die Versicherungskonzerne der Aufgabe stellen, eine umfassende Kommunikations- und Informationspolitik auf die Beine zu stellen. Eine große Transparenz bei den Versicherungsbedingungen und natürlich eine deutlich erhöhte Informationsdichte seien dabei der erste Schritt auf dem richtigen Weg. Dennoch bleibt abzuwarten, wie und ob die Versicherer diesen Wunsch nach mehr Information bei den Verbrauchern durchsetzen werden.

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